Im
Schaustall des
Alpenzoo
werden
verschiedene Haustiere gezeigt, die
früher im Alpenraum als Nutztiere auf den Bauernhöfen gehalten wurden. Die
einstige Rassenvielfalt entsprach den unterschiedlichen Erfordernissen und
Einsatzmöglichkeiten in der kleinräumigen Landwirtschaft. So war z.B. die
Rasse der Pustertaler Sprintzen ein
sogenanntes „Drei-Nutzungs-Rind“: es lieferte Milch, Fleisch und wurde als
Last- und Zugtier eingesetzt.
Wir
zeigen auch das Tuxer Rind, Braunvieh
und das bodenständige Tiroler Grauvieh.
Allein in Österreich sind über 30 der alten Nutztierrassen gefährdet und
damit drohen ihre wertvollen Eigenschaften, wie Robustheit, Widerstandsfähigkeit,
Genügsamkeit und Krankheitsresistenz für immer verloren zu gehen. Alte
Haustierrassen sind nicht nur eine Bereicherung für die Landwirtschaft, sondern
auch ein schützenswertes Kulturgut!
Weiters
zeigen wir drei alte Ziegenrassen
(Pfauenziegen, Tauernschecken und Pinzgauer Ziege) und drei alpine Schaf-Rassen (Schwarznasenschafe, Villnößer Brillenschaf und
Alpine Steinschafe). Als Schweinerasse werden Turopolje
Sauen aus Kroatien gezeigt, weil sie dem Typus der ehemaligen Weideschweine
entsprechen, wie sie heute im gesamten Alpenraum als bodenständige
Schweinerasse nicht mehr vorkommen. Das Hausgeflügel ist mit Landgänsen,
Altsteirer Hühnern und Sulmtaler Hühner
vertreten.
Der
Schaustall im
Alpenzoo
ist ein Freilaufstall, d.h. die Tiere können ihren Aufenthalt im Freien
oder an der Futterkrippe selbst wählen. Das Gebäude ist ein sogenannter
Kaltstall, der durch gute Belüftung die Gesundheit der Tiere steigert. Der
Auslauf für die Tiere ist mit traditionellen Flechtzäunen umgeben, wie sie früher
von den Bauern am Hof und auf den Wiesen errichtet wurden. Alte Obstbaumsorten
ergänzen das Thema der alpinen Landwirtschaft als erhaltenswertes Kulturgut.
Panoramabild