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Braunbär

 

Der Braunbär (Ursus arctos) ist das größte heimische Raubtier und doch ein Allesfresser, der bevorzugt pflanzliche Nahrung zu sich nimmt. Neben Gräsern, Kräutern, Schösslingen, Blüten, Wurzeln, Knollen, Nüssen und Pilzen lieben Bären im Sommer und Herbst besonders Beeren. Sie finden die große, zu Erhaltung ihres Körpergewichtes notwendige Menge an Nahrung, mithilfe ihres ausgezeichneten Geruchssinns, ihrer Fähigkeit Farben zu erkennen und ihres guten Gedächtnisses. Sie scheinen ihr Revier und die darin verfügbaren Ressourcen gut zu kennen und merken sich auch ergiebige Nahrungsquellen, die außerhalb ihres Reviers liegen. Als fleischliche Nahrung, die nur gut 1/3 ihrer Kost ausmacht, nehmen sie unter anderem Insekten und deren Larven, Vögel und deren Eier sowie Nagetiere, fressen Aas und jagen auch größere Wirbeltiere. Braunbären vergreifen sich auch manchmal an Weidetieren wie Schafe, Ziegen oder junge Rinder, die unbeaufsichtigt, eine leichte Beute für sie sind.

Bären halten Winterruhe und bekommen im Winterlager ihre Jungen. Diese sind bei der Geburt etwa rattengroß und wiegen nur 300 g. Nach 3 Monaten verlassen sie mit der Mutter erstmals die Höhle. Im 3. Lebensjahr löst sich die Bärenfamilie auf. Die ♂♂ sind deutlich größer als die ♀♀ und leben als Einzelgänger.
Schon die Einrichtung des Geheges lässt die Vielseitigkeit der Bären erkennen. Sie klettern, schwimmen und graben gerne. Das neue Bärengehege wurde im Herbst 2003 eröffnet.

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