Tier des Monats
Schneehase (Lepus timidus) |
Alpenschneehase Lepus timidus Die gut getarnten und scheuen (daher auch sein lateinischer Name!) Schneehasen bekommt man in freier Wildbahn nicht häufig zu Gesicht, aber Spuren im Schnee verraten ihre Anwesenheit. In den Alpen leben Schneehasen oberhalb von 1300 m, kommen bis ca. 3400 m vor und sind bestens and das Leben im Hochgebirge angepasst. Besonders auffallend sind ihre übergroßen Füße, die mit langen steifen Borstenhaaren versehen sind und zusammen mit den gut spreizbaren Zehen wie richtige Schneeschuhe auch in weichem Schnee noch gut tragen. Im Winter sind Schneehasen weiß. Eigentlich sind die Haare gar nicht weiß, sondern die Farbpigmente werden durch Luft ersetzt und sind damit hohl. Luft bietet die beste Isolierung, und verglichen mit dem Sommerfell verlieren die Tiere bis zu 30 % weniger Energie. Dass die „Farbe“ Weiß im Winter eine gute Tarnung bietet, ist ein sehr nützlicher Nebeneffekt. Ausgelöst wird der Fellwechsel durch niedrige Temperaturen und kürzere Tage. Das Sommerfell ist grau-braun, und dann ist eine Verwechslung mit dem Feldhasen möglich. Allerdings wirken Schneehasen insgesamt runder, Kopf und Ohren sind kürzer, die Hinterläufe aber größer, und die Iris ist bei den Schneehasen hellgelb, beim Feldhasen aber braun. Schneehasen sind heikle Zoopfleglinge, weil sie als Hochgebirgsbewohner recht empfindlich auf Krankheitskeime reagieren. Hygiene und natürliches Futter, täglich frische Kräuter und Zweige, sind also oberstes Gebot. Unsere 4 Schneehasen bewohnen die Hochgebirgsvoliere „Innergschlöß“, die sie mit unseren Bartgeiern und Murmeltieren teilen. |






Schneehase (Lepus timidus)